Jul 2007
Mark Ronson - Version
Mark Ronson
Version
(Sony BMG, bereits erschienen)
Mark-Ronson-Version-thumb
Ich kenne ja sein erstes Album nicht, aber es kann nicht besser sein als dieses Coveralbum hier. Geht nicht. Was der New Yorker DJ hier aus den Originalen herauspresst ist schier unglaublich. Unterstützt von einer Armada renommierter Gastsänger (Moment, Robbie Williams ist renommiert?) und jeder Menge brutaler Blechbläser zaubert er beste Partymusik in die Boxen, notorische Nichttänzer auf die Tanzfläche und abwechselnd breites Grinsen und ungläubiges Staunen in deren Gesichter. Ihr merkt, ich mag die Platte wirklich: Nach einem harten Arbeitstag stand ich mit Kopfhörern in der S-Bahn. Erst schaute ich blöd, dann interessiert, dann lächelnd. Dann tanzte ich. In der S-Bahn. Mit Kopfhörern. Was soll ich sagen, diese Musik macht so glücklich, dass es peinlich wird.
Es gibt fast nur britische Lieder mit britischen SängerInnen, wast vielleicht auf Ronsons englische Wurzeln zurückzuführen ist: die Smiths hatten mit ihm die höchste Charts-Platzierung ihrer Geschichte. Coldplay klingen auf einmal überhaupt nicht mehr so langweilig und einschläfernd, Paul Smith singt sein Apply Some Pressure für die Dance-Charts, Robbie Williams mischt die Charlatans auf, oh, ich muss jetzt aufhören, die Nachbarn trommeln schon wieder an die Wände. ps
Unkle - War Stories
Unkle
War Stories
(rough trade, bereits erschienen)
unkle-thumb
DIe neue Unkle-Scheibe hat für mich entschieden: Ich werde zum MELT! fahren. Ich wäre auch zum Glastonbury gefahren um zu sehen wie sie dieses Album auf die Bühne bringen. Ehrlich! Vorab gab es ja schon mal eine EP mit vier der Titel (Night´s Temper), und die hat mich so richtig drauf gebracht. Alle Lieder. Selten hat das mit Geschwindigkeit zu tun, vielmehr lauert irgendwo unter der Oberflächeirgend etwas bedrohlich brodelndes, bereit jeden Moment loszubrechen. Klingt dämlich, stimmt aber. Man könnte es vielleicht einordnen zwischen den Chemical Brothers und Massive Attack, und unter den zahlreichen Gastsängern findet sich auch unvermeidlich 3D. Selbst Josh Homme (Queens of the Stone Age) gibt sich die Ehre. Ian Astbury ist natürlich auch wieder dabei: abstehende Härchen auf meinen Unterarmen. Bestes Lied aber geht an Gavin Clark mit "Broken". Man, ich kanns nicht mehr erwarten DAS endlich live zu sehen.
Tanzbares in Moll. (ps)
plants