Get Cape. Wear Cape. Fly
11. 05. 07 | Konzerte
Get Cape. Wear
Cape. Fly
20.03.2007 – Mercury Lounge, New York
Die Vorband verpasse ich, weil ich nicht damit rechne so früh im Club auftauchen zu müssen. Get Cape. Wear Cape. Fly spielt an diesem Abend in der Mercury Lounge nur die early show. Gegen 22 Uhr werden alle raus geschmissen damit die Veranstalter am selben Tag ein zweites Mal Eintritt nehmen können. Die späte Show mit Fujiya & Miyagi ist dann sogar ausverkauft, aber über diese Band berichte ich vielleicht ein anderes Mal. Zurück zum Auftritt von Sam Duckworth aka Get Cape. Wear Cape. Fly. Das Intro Magazin verwendet für diesen 20-jährigen Herrn aus Essex, nordöstlich von London, neben den Schubladen Indietronic, Folk und Pop auch das Wort Emo, berichtet von seiner Vergangenheit in Hardcore-Bands und wie eine rassistische Anmache den nicht ganz weiß aussehenden Sam zu einem Song inspiriert hat. Sein Album heißt: The Chronicles Of A Bohemian Teenager. Unter den Bildern auf seiner myspace-page findet sich ein Cover des „punk metal and rock“ Magazins Big Cheese aus London auf dem Sam neben Musikern von Coheed & Cambria und Thrice zu sehen ist und auf seiner regulären Webseite steht der Hinweis: „In his teenage years he served time in local hardcore bands, before realising that he could say more on his own.“ Dies alles sehe und lese ich nun erst im nachhinein. An jenem Abend in der Mercury Lounge sehe ich einen gut aussehenden jungen Mann mit seiner Gitarre auf die Bühne kommen. Im Saal ist noch relativ viel Platz. Es sind vielleicht 30 oder 40 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen. Bei manchen Liedern wird Sam von einem Schlagzeuger begleitet, bei anderen kommen die Beats aus dem Laptop und bei wieder anderen Liedern hört man nur Sams Stimme und Gitarre. Dass er beides sehr gut beherrscht merkt man recht schnell. Die schnelleren fröhlichen Stücke machen sogar richtig Spaß. Schwächer wird das Konzert, wenn Sams Stimme weinerlich wird und man bei den langsameren Stücken beginnt die Texte zu verstehen. Nach einem langen Monolog über Krieg, Frieden und George W. Bush und darüber dass diese Welt so viele Probleme hat, weil die Menschen zu wenig kommunizieren, kommt ein Song, der erklärt wie man alle Kriege und vor allem den Nahost-Konflikt beenden kann. Wie genau das ablaufen soll, habe ich mittlerweile wieder vergessen, aber die Lösung lag auch irgendwo im Bereich „mehr/bessere Kommunikation“. Dass „drüber reden“ hin und wieder nicht die schlechteste Möglichkeit ist, ist klar. Ob Sams politisches Engagement als Beweis für die von der neuen Spex aufgestellte These „The kids are alright“ herhalten kann, ob seine Appelle nur ein Spiegelbild der Amerikakritik des Alten Europas sind oder ob wie es Sven Regener in der taz formulierte Politik in der Popmusik sowieso nichts zu suchen hat, soll an anderer Stelle diskutiert werden. Die Position des Autors dieser Rezension ist dabei einigermaßen klar. robert
20.03.2007 – Mercury Lounge, New York
Die Vorband verpasse ich, weil ich nicht damit rechne so früh im Club auftauchen zu müssen. Get Cape. Wear Cape. Fly spielt an diesem Abend in der Mercury Lounge nur die early show. Gegen 22 Uhr werden alle raus geschmissen damit die Veranstalter am selben Tag ein zweites Mal Eintritt nehmen können. Die späte Show mit Fujiya & Miyagi ist dann sogar ausverkauft, aber über diese Band berichte ich vielleicht ein anderes Mal. Zurück zum Auftritt von Sam Duckworth aka Get Cape. Wear Cape. Fly. Das Intro Magazin verwendet für diesen 20-jährigen Herrn aus Essex, nordöstlich von London, neben den Schubladen Indietronic, Folk und Pop auch das Wort Emo, berichtet von seiner Vergangenheit in Hardcore-Bands und wie eine rassistische Anmache den nicht ganz weiß aussehenden Sam zu einem Song inspiriert hat. Sein Album heißt: The Chronicles Of A Bohemian Teenager. Unter den Bildern auf seiner myspace-page findet sich ein Cover des „punk metal and rock“ Magazins Big Cheese aus London auf dem Sam neben Musikern von Coheed & Cambria und Thrice zu sehen ist und auf seiner regulären Webseite steht der Hinweis: „In his teenage years he served time in local hardcore bands, before realising that he could say more on his own.“ Dies alles sehe und lese ich nun erst im nachhinein. An jenem Abend in der Mercury Lounge sehe ich einen gut aussehenden jungen Mann mit seiner Gitarre auf die Bühne kommen. Im Saal ist noch relativ viel Platz. Es sind vielleicht 30 oder 40 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen. Bei manchen Liedern wird Sam von einem Schlagzeuger begleitet, bei anderen kommen die Beats aus dem Laptop und bei wieder anderen Liedern hört man nur Sams Stimme und Gitarre. Dass er beides sehr gut beherrscht merkt man recht schnell. Die schnelleren fröhlichen Stücke machen sogar richtig Spaß. Schwächer wird das Konzert, wenn Sams Stimme weinerlich wird und man bei den langsameren Stücken beginnt die Texte zu verstehen. Nach einem langen Monolog über Krieg, Frieden und George W. Bush und darüber dass diese Welt so viele Probleme hat, weil die Menschen zu wenig kommunizieren, kommt ein Song, der erklärt wie man alle Kriege und vor allem den Nahost-Konflikt beenden kann. Wie genau das ablaufen soll, habe ich mittlerweile wieder vergessen, aber die Lösung lag auch irgendwo im Bereich „mehr/bessere Kommunikation“. Dass „drüber reden“ hin und wieder nicht die schlechteste Möglichkeit ist, ist klar. Ob Sams politisches Engagement als Beweis für die von der neuen Spex aufgestellte These „The kids are alright“ herhalten kann, ob seine Appelle nur ein Spiegelbild der Amerikakritik des Alten Europas sind oder ob wie es Sven Regener in der taz formulierte Politik in der Popmusik sowieso nichts zu suchen hat, soll an anderer Stelle diskutiert werden. Die Position des Autors dieser Rezension ist dabei einigermaßen klar. robert