OLD ist always 15 years older than I am
22. 04. 07 | Konzerte
The Appleseed
Cast – 17.03.2007 - Knitting Factory, New York, NY
Meine Liebe zu The Appleseed Cast ist eher jung. Es war das Immergutfestival 2006, das mich auf die Idee brachte mir die Musik dieser Band aus Kansas etwas genauer anzuhören. Als erstes verliebte ich mich in die wunderschön tragischen Popsongs des Albums Two Conversations. Mittlerweile mag ich die lauteren weniger eingängigen Songs des aktuellen Albums Perregrine jedoch noch etwas lieber. Es sollte mein erstes Konzert in New York, mein erstes Konzert überhaupt in den Vereinigten Staaten von Amerika werden. Ich war daher über das Musikerlebnis hinaus gespannt wie sich die Besonderheiten der amerikanischen Ausgehkultur in Bezug auf Alkohol, Rauchen und Waffenbesitz in der Praxis auswirken. Naja, um schnell wieder zurück zur Musik zu kommen: um Alkohol trinken zu dürfen musste ich dem Doorman meinen Reisepass zeigen und bekam dafür ein Festivalbändchen mit der Aufschrift 21+, das Rauchverbot machte sich spätestens gegen Ende des Konzerts durch die frische Luft bemerkbar und einen Schusswechsel oder gar Amoklauf habe ich nicht mitbekommen.
Die Band startete mit Ceremony, dem instrumentalen Opener des aktuellen Albums. Schnell wurde mir wieder bewusst wie viel Spaß laute Gitarren machen können. Wikipedia beschreibt The Appleseed Cast als Post-Rock-Band mit Emo oder Emocore Einflüssen. Diese Einflüsse wurden während des gesamten Konzerts und vor allem bei den sehr lauten Interpretationen der zumindest auf dem Album sehr ruhig geratenen Hits Hanging Marionette und Fight Song deutlich. Die Stimme des vollbärtigen Sängers Chris Crisci war häufig kaum zu verstehen und stand im Gegensatz zum Album gegenüber den Gitarren eher im Hintergrund. Nach etwa der Hälfte verließen ein paar junge Indiemädchen, die sich vielleicht etwa anderes erwartet oder erhofft hatten oder einfach nur früher im Bett sein mussten, den Club. „OLD ist always 15 years older than I am“ stand auf dem T-Shirt des Herrn am anderen Ende der Altersskala des Abends, dem Gitarristen Aaron Pillar. Es war sein Geburtstag und er musste mehrmals darauf hinweisen, dass er sich sehr unwohl fühle schon so alt zu sein. Naja, solange es noch reicht reichlich Krach zu machen, soll mir das Alter egal sein und laute Gitarren hatte ich genügend im Ohr auf meinem Heimweg durch die New Yorker Nacht.
Meine Liebe zu The Appleseed Cast ist eher jung. Es war das Immergutfestival 2006, das mich auf die Idee brachte mir die Musik dieser Band aus Kansas etwas genauer anzuhören. Als erstes verliebte ich mich in die wunderschön tragischen Popsongs des Albums Two Conversations. Mittlerweile mag ich die lauteren weniger eingängigen Songs des aktuellen Albums Perregrine jedoch noch etwas lieber. Es sollte mein erstes Konzert in New York, mein erstes Konzert überhaupt in den Vereinigten Staaten von Amerika werden. Ich war daher über das Musikerlebnis hinaus gespannt wie sich die Besonderheiten der amerikanischen Ausgehkultur in Bezug auf Alkohol, Rauchen und Waffenbesitz in der Praxis auswirken. Naja, um schnell wieder zurück zur Musik zu kommen: um Alkohol trinken zu dürfen musste ich dem Doorman meinen Reisepass zeigen und bekam dafür ein Festivalbändchen mit der Aufschrift 21+, das Rauchverbot machte sich spätestens gegen Ende des Konzerts durch die frische Luft bemerkbar und einen Schusswechsel oder gar Amoklauf habe ich nicht mitbekommen.
Die Band startete mit Ceremony, dem instrumentalen Opener des aktuellen Albums. Schnell wurde mir wieder bewusst wie viel Spaß laute Gitarren machen können. Wikipedia beschreibt The Appleseed Cast als Post-Rock-Band mit Emo oder Emocore Einflüssen. Diese Einflüsse wurden während des gesamten Konzerts und vor allem bei den sehr lauten Interpretationen der zumindest auf dem Album sehr ruhig geratenen Hits Hanging Marionette und Fight Song deutlich. Die Stimme des vollbärtigen Sängers Chris Crisci war häufig kaum zu verstehen und stand im Gegensatz zum Album gegenüber den Gitarren eher im Hintergrund. Nach etwa der Hälfte verließen ein paar junge Indiemädchen, die sich vielleicht etwa anderes erwartet oder erhofft hatten oder einfach nur früher im Bett sein mussten, den Club. „OLD ist always 15 years older than I am“ stand auf dem T-Shirt des Herrn am anderen Ende der Altersskala des Abends, dem Gitarristen Aaron Pillar. Es war sein Geburtstag und er musste mehrmals darauf hinweisen, dass er sich sehr unwohl fühle schon so alt zu sein. Naja, solange es noch reicht reichlich Krach zu machen, soll mir das Alter egal sein und laute Gitarren hatte ich genügend im Ohr auf meinem Heimweg durch die New Yorker Nacht.